Konzerte

Gary Moore - Gießen, Hessenhalle 07.März 2008

Gary MooreDas Schild "Ausverkauft" begrüßte einem vor der Hessenhalle in Gießen. 1800 Leute hatten sich eingefunden um den Blues von Gary Moore zu hören. Moore hat schon in vielen Bands und stilistisch recht unterschiedlich gespielt, Thin Lizzy, Colosseum II und Skid Row ebenso wie mit BBM, den Cream Musikern Bruce und Baker. Ich mochte vor allem seine Hardrock Phase, die mit irischen Klängen bereichert wurde. Unsterbliche Hymnen wie "Empty Rooms" oder "Still Got The Blues" verbindet man mit seinem Namen. Vor einigen Jahren hat er sich dann ganz dem Blues verschrieben. Mit der CD des Vorjahres "Close As You Get" im Gepäck tourt er durch Deutschland.
Eröffnet wurde das Konzert pünktlich von der englischen Band "The Urge" die soliden Rock'n'Roll ablieferten und sogar eine Zugabe geben durften.
Dann der Headliner, Gary Moore. Dass seine Band nicht mehr als seine Rhythmusgruppe ist, zeigte bereits der Bühnenaufbau. Pete Rees (Bass), Vic Martin (Keyboards) und Sam Kelly (Drums) drängten sich am rechten Bühnenrand, während Moore das Zentrum bildet. Los ging es mit "Oh Pretty Woman" und einem tollen Sound seiner Les Paul Signature. Schon beim zweiten Stück "Since I Met You Baby" ist ein Gitarrenwechsel angesagt, wie später bei fast jedem Song. Mit der roten Gibson ES335 wird der Sound etwas dünner und mit mehr Hall angereichert. Ein Höhepunkt des Abends wird das Cover von John Mayall "Have You Heard", einem wirklich inspirierten Blues Stück. Je später der Abend, umso härter der Blues. Parallel dazu steigt die Temperatur in der Halle bei gleichzeitigem Sauerstoff Abfall. Gary Moore steht in der Mitte der Bühne und spielt lange Soli, bei denen so mancher Amateur Gitarrist am liebsten die eigene Gitarre für immer an die Wand schrauben möchte. Aber ist das noch der Blues? Ich muss an ein Konzert von Muddy Waters denken, er spielte ein paar Töne auf seiner Gitarre und es trieb einem die Tränen in die Augen. Und noch etwas fällt mir ein, eine Szene aus dem Miloš Forman Film "Amadeus". Mozart fragt Kaisers Joseph II.  wie ihm seine neue Oper gefallen hat und der antwortet: "Zu viele Noten". Das traf bei Mozart sicherlich nicht zu aber bei Gary Moore denke ich, wäre etwas weniger manchmal mehr. Natürlich gibt es noch Still Got The Blues"  und zwei Zugaben.
Ein netter Abend, Gary Moore ist ein großartiger Gitarrist, was aber zurückbleibt ist trotz der hohen Hallentemperatur etwas unpersönliche Kälte, nicht die Wärme die man verspürt, wenn man ein paar Klänge Robert Johnson hört.
Sehr positiv ist zu erwähnen, dass die Burg Herzberg Festival Gruppe das Konzertleben in der Region Wetzlar-Gießen-Marburg mit solchen Veranstaltungen deutlich bereichert!

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The Urge 04

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Links:
Gary Moore
Gary Moore Wikipedia
The Urge
The Urge Fotos Rockpalast Archiv
www.burgherzberg-festival.de
www.freakstage.de

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